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Wanderberichte

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2014 02 09 Zum neuen Dreifrankenstein


Drei Franken - ein Stein

 Mal schien die Sonne, mal war es grau, mal kam von oben peitschender Regen, mal waren es Graupelkörner; und dazu blies ein wechselhafter Wind. Typisch April? Könnte man meinen. Aber es war der 9. Februar.

Die 15 Wanderer, die Wanderführer Harald Becker begrüßen konnte, ließen sich vom Wetter nicht beeindrucken - auch weil die von Becker ausgewählte Strecke die Körpertemperaturen hinreichend hoch hielt. Zunächst war man gemeinsam von Gerolzhofen aus zur im Tal der Reichen Ebrach gelegenen Hutzelmühle gefahren und dann noch ein Stück weiter zur Lohmühle. Von dort aus startete man zum Drei-Franken-Stein.

Sogleich ging es kontinuierlich aufwärts, durch Hohnsberg hindurch bis hinauf zum Drei-Franken-Weg. Der verbindet auf 28 Kilometern Länge Wiesentheid mit Schlüsselfeld. Von Hohnsberg aus erreichte die Gruppe das Wegestück auf dem Bergrücken zwischen Bucherberg und Seeramsberg. Der Aussichtspunkt oberhalb von Sixtenberg bot großartigen Überblick über das weite Tal der Reichen Ebrach. Unten im Tal sahen die Wanderer beispielsweise Aschbach und hoch oben am Berg auf der anderen Seite die St.-Gallus-Kirche - beides Stationen des weiteren Wanderwegs.

Die Gruppe hatte den Drei-Franken-Stein noch nicht erreicht, da machten einige kluge Köpfe in ihr darauf aufmerksam, dass dieser Drei-Franken-Stein ein Alleinstellungsmerkmal Frankens sei. Die Altbayern wie auch andere deutsche Völkerschaften (Schwaben, Sachsen, Westfalen usw.) hätten keine drei „Stammesgebiete“ vorzuweisen, die sich an einem Punkt treffen. Allenfalls die Hessen könnten da mit Hessen-Nassau, Hessen-Darmstadt und Rheinhessen ein wenig mithalten. Es würde aber schwierig bleiben, am gemeinsamen Treffpunkt mitten im Rhein bei Mainz einen Drei-Hessen-Stein zu errichten.

Innerhalb Bayerns, hob einer der Wanderer dann noch hervor, stellen die Franken bekanntlich die Elite dar - was ebenfalls als Alleinstellungsmerkmal zu werten sei, und zwar gegenüber den Altbayern. Diese nämlich steckten noch tief in der Kreidl- bzw. Kreidezeit. Der vom Ex-Dr. Jakob Kreidl entwickelte Jakobsweg lasse die, die ihn gehen, ausgesprochen alt aussehen. Die Franken dagegen seien mit den an diesem Weg lauernden Verfehlungen nur wenig angeeckt und hätten sie längst überwunden.

Mit solchem und anderem frohen Wort ging die Wanderung munter fort, und man kam zum  Drei-Franken-Stein. Dort vermittelten gut konzipierte Informationstafeln Interessantes über die an diesem Punkt zusammentreffenden Landkreise Bamberg, Kitzingen und Neustadt/Aisch und brachten so manchem Wanderer verlorengegangenes Wissen wieder zurück.

Dann ging es hinab ins Ebrachtal über Heuchelheim nach Aschbach. Die Küche im dortigen Fränkischen Hof versorgte die Becker-Truppe mit leckeren, reichlich bemessenen Speisen; und so konnten die Wanderer wieder die Kräfte sammeln, die sie für den letzten Wegabschnitt brauchten. Der führte sie hinauf nach Hohn am Berg und zur nahe liegenden St.-Gallus-Kirche. Nach der Besichtigung der Kirche und des kleinen Friedhofs, der auch etlichen Blaublütigen als letzte Ruhestätte dient, begann der Abstieg Richtung Holzberndorf und Hutzelmühle. Vom Rückweg heimwärts ist nichts (Negatives) vermeldet.

Verfasser: Jochen Ewe

 



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