»
 Startseite    
»
 Wandern    
»
 Wanderberichte    
»
 Wanderberichte (Details)

Wanderberichte

Zurück

2019 02 06 - Harscher Schnee und vergänglicher Reif

Wandergruppe des Gerolzhöfer Steigerwaldklubs im Spätwinter-Wald

Harscher Schnee und vergänglicher Reif

Es war ein für den Steigerwald typischer Spätwinter-Tag, dieser 6. Februar: Reif auf den Baumkronen und harscher Schnee auf den Feld- und Waldwegen. Nur auf wenigen kurzen Teilstrecken hatte die Sonne es geschafft, den Harschschnee wegzutauen. Anders auf den Baumkronen: Deren Reif war, als der Tag sich neigte, weitestgehend verschwunden. Die 14 Männer und acht Frauen vom Gerolzhöfer Steigerwaldklub, die zum Wandern nach Fabrikschleichach gefahren waren, nahmen es mit Gleichmut.

Bevor es losging, unterrichtete Martin Rügamer, Wanderführer und 1. Klubvorsitzender, die Gruppe über einige interessante Einzelheiten aus der Fabrikschleichacher Geschichte, und hier vor allem über die Glasmanufaktur. Gegründet hatte sie kein Geringerer als Balthasar Neumann, der Hauptbaumeister der deutschen Barockbaukunst. In Fabrikschleichach ließ er – mit der Heizkraft des Steigerwälder Holzes – das Glas fertigen, das die Fenster von Schlössern und Kirchen noch heute so herrlich farbkräftig leuchten lässt.
Die Wandergruppe erfuhr auch, dass Balthasar Neumann eine soziale Ader hatte: Ähnlich dem Augsburger Kaufmann Jakob Fugger, der 1519 die Fuggerei gründete und so Wohnraum für seine Mitarbeiter schuf, ließ auch Neumann rund zwei Jahrhunderte später (und in kleinerem Maßstab) in Fabrikschleichach noch heute genutzte Wohnhäuser für seine Mitarbeiter errichten. An diesen Häusern und später auch am Alten Forthaus vorbei strebte die Wandergruppe den Wald an, der auf Landkarten „Fabrik-Schleichacher Forst - Südwest“ heißt.
Nach wenigen Kilometern sanften Anstiegs – hauptsächlich auf dem Weg R8 („R“ für Rauhenebrach) erreichte die Gruppe den Wotansborn, ging aber ohne Halt weiter zur Kammerstraße und überquerte die Zabelsteinstraße. Von dem Weg, der nach Neuschleichach führt, bog sie nach kurzer Strecke rechts ab und traf schließlich – nach knapp acht Kilometern – wieder in Fabrikschleichach ein. Im Gasthof ließ man es sich wohl sein.


Kontakt:

 Jochen Ewe



Zurück
Mitglied werden
 

ImpressumSitemapSeite druckenKontaktSteigerwaldklub e.V.K&K Software AGDigitabula