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Hier finden Sie aktuelle Pressemitteilungen unseres Zweigvereins.

Steigerwaldklub Gerolzhofen pflegt auch Geselligkeit

Heitere Stimmung in der Hütte

Mitte September hatte der Steigerwaldklub Gerolzhofen zu einem geselligen Hüttenabend geladen, und über 40 Mitglieder waren gekommen. Als „Hütte“ diente das Lingmannhaus hoch oben auf dem Zabelstein.

Geplant und organisiert hatten diesen Abend Norbert Rumpel, der 2., und Karl-Heinz Mock, der 3. Vorsitzende des Gerolzhöfer Klubs. Wie Mock gegenüber dem Autor dieses Berichts hervorhob, wollte und will der Klub mit einer derartigen Veranstaltung die Gaudi-Abende, wie sie in bayerischen oder Allgäuer Alpenhütten stattzufinden pflegen, keinesfalls imitieren oder ihnen Konkurrenz machen. „Wir feiern auf unsere fränkische Art, und die ist für uns genau das Richtige“, sagte Mock.

In der Tat war die Stimmung, die im Lingmannhaus herrschte, mit einer Stimmung, wie sie für alpine Hütten typisch ist, kaum gleichzusetzen. Denn es dominierte eindeutig eine heitere Atmosphäre. Exzesse jeglicher Art blieben aus. Man stärktesich bei diversen Brotzeiten und einer ganzen Palette von Getränken. Die stimmungsfördernde Qualität der von Siegfried Brendel und Gerhard Ruß intonierten Musik besonders zu betonen, hieße Eulen nach Athen zu tragen.

Jochen Ewe

 
Frohsinnlich den Advent gefeiert
 
Sie trafen den Geschmack der rund 160 Zuhörer, die sich am Freitagabend im Gerolzhöfer Pfarrer-Hersam-Haus eingefunden hatten. Sie - das waren die „Christmas Friends“, fünf fränkische Musik-Profis, die sich vorgenommen hatten, in ihrer „locker swingenden und charmanten Art“ (Eigenaussage) Adventliches darzubieten, das so gar nicht an angestaubten Adventskitsch erinnern sollte.
 
Vielmehr sollte es, so „Friends“-Chef Jörg Schöner, „ein eher heiteres Fest“ werden - pointiert gesagt: mehr froh- als besinnlich. Das gelang dann auch. Dazu trug zum einen der Rückgriff auf einen bunten Strauß von bekannten und sehr bekannten weihnachtlichen Liedern und Melodien aus dem anglo-amerikanischen Kulturkreis bei (Beispiele: Let it snow, Last christmas, Wonderful christmas time, Happy new year).
 
Zum anderen wurden immer wieder heitere Gedichte und Geschichten mit adventlich-weihnachtlicher Thematik eingestreut. Und dann klangen auch - man war ja in Deutschland: „Leise rieselt der Schnee“ und  „Oh Tannenbaum“ an. Auch eine vom Alpenländischen etwas entschlackte Version von „Es werd' scho' glei' dumpa“ war zu hören und sogar die oberpfälzische Variante des Bette-Midler-Hits „From a distance“. Zum Schluss sang der ganze Saal noch „Stern über Bethlehem“.
 
Jochen Ewe, 27.10.2018
 
Der Beitrag erschien, leicht überarbeitet, auch am 13.12.2017 in der Main-Post.
 
 
 

06.05.2017

1. Mai, Zabelstein und Bergfest: Spitze

War`s das Wetter? Wäre der Festplatz oben am Zabelsteingipfel von einer Mauer eingefasst, sie hätte wohl kaum dem Druck standgehalten, den die vielen Besucher des diesjährigen Bergfestes entfalteten. Der Steigerwaldklub Gerolzhofen hatte zum 1. Mai eingeladen, und Hunderte kamen. Sie kamen auf den vielen Wegen und Pfaden, die zum Zabelstein hinaufführen, und sie kamen früh. Der das Bergfest einleitende ökumenische Gottesdienst hatte noch nicht begonnen, da musste das Helferteam der Gerolzhöfer schon zusätzliche, auf Vorrat gestapelte Biertische und -bänke aufschlagen.

Somit konnten sich die beiden Geistlichen - seriösen Schätzungen zufolge - an rund 400 Gläubige wenden. Danach dauerte es noch weitere zwei Stunden, dass der Zustrom der Besucher größer war als die Zahl derjenigen, die den Zabelstein verließen. Alles das des Wetters wegen? Gemessen an dem Spätwinter, den der vergangene April in Franken und anderswo präsentiert hatte, war das Wetter zu Maibeginn mehr als passabel. Und doch müssen für den Andrang weitere Gründe im Spiel gewesen sein. Wer sich an den Tischen umhörte, erfuhr zum Beispiel (sinngemäß):

  • Beim Gerolzhöfer Steigerwaldklub weiß man, woran man ist; man wird hier nicht über den Tisch gezogen.
  • Was es hier zu essen und zu trinken gibt, kann sich sehen lassen - auch preislich.
  • Die Stimmung, die hier herrscht, ist echt und nicht künstlich herbeigeführt.

Erwartungsgemäß war bei den „Gesprächen am Tisch“ keines dabei, in dem ein Festteilnehmer gesagt hätte, er sei gekommen, obwohl er den Gerolzhöfer Steigerwaldklub oder eine Veranstaltung wie das Zabelstein-Bergfest kritisch sehe.

Die Gefühlswelt der Bergfest-Teilnehmer war also offensichtlich in Ordnung; und wie sah die Realität aus? Bei den Schlangen an den Essens- und Getränkeständen gab es nur eine Frage: Wie lange wird es dauern, bis man an der Reihe ist? Das Unterhaltungsprogramm war bewusst knapp angelegt und sah lediglich vor, dass die Gerolzhöfer Jagdhornbläser bekannte und weniger bekannte Musikstücke zum Besten gaben - so etwa den Hubertusmarsch, den Zabelsteiner Reitermarsch und die Melodie „Auf, auf zum fröhlichen Jagen“.

Die Veranstalter hatten sich nämlich zum Ziel gesetzt, den Besuchern genügend Zeit für Gespräche miteinander zu lassen. Und so gab es droben am Zabelstein jede Menge „Volksgemurmel“. Doch auch die Stimmungsmusik der plötzlich „hereingeschneiten“ Albertos aus Wohnau („Aus Böhmen kommt die Musik“ usw.) hat so manchem, wie zu sehen und zu hören war, bestens gefallen.

Jochen Ewe

hier geht es zu den Bildern zum Bergfest 2017

5.06.2016 
Leserbrief zum Artikel „Wenn es im Wald eng wird“ 

Es wird im Wald nicht eng, nur in den Köpfen mancher Zeitgenossen. 

Dem Leser wird in diesem Bericht glauben gemacht, dass Mountainbiker und Wanderer nicht miteinander auskommen können. 
Mit Vorurteilen und Unwissen wird hier Stimmung gemacht 
Extrembiker die herangeschossen kommen, sich nur bei Matsch und Dreck wohlfühlen und die Wanderwege kaputtfahren. 
Was für ein Schwachsinn!!! Wie realitätsfremd kann ein Reporter nur sein?? Oder wie schlecht muss man recherchieren, um solch` einseitigen Betrachtungen von sich zu geben? 
Wenn man von der Materie nichts versteht, sollte man sich mit den Leuten auseinandersetzen, die etwas davon verstehen und die als erstes davon betroffen sind, den Wanderern und Mountainbikern. 
Wir, der Steigerwaldklub Gerolzhofen, einer der größten Wandervereine mit eigener Tourenrad- und Mountainbike-Gruppe wurden erst gar nicht zu den angeblichen Problemen befragt. 
Vielleicht wollte man auch unsere positiven Erfahrungen nicht hören, weil diese nicht ins vorgefertigte Bild der Reportage passen. Wer weiß? 
Ein Reporter, hierzu noch ein Redakteur der einen derartigen Bericht verfasst, muss sich schon den Vorwurf der einseitigen Berichterstattung anhören und unsere Verärgerung hierüber. 
Mit Sicherheit gibt es auch unter den Mountainbikern schwarze Schafe, wie es sie in jeder Gruppierung, in jedem Verein oder in jeder gesellschaftlichen Organisation gibt. Aber alle pauschal über einen Kamm zu scheren ist zu einfach. 
Mag der eine oder der andere Mountainbiker auch manch `mal wild im Aussehen daher kommen, so sind doch alle in der Regel sehr nette und höfliche Zeitgenossen. 
Persönlich kann ich nur von positive Erfahrungen bei Begegnungen zwischen Mountainbikern und Wanderern berichten. Man begegnet sich freundlich und tolerant, schätzt die gegenseitige Verbundenheit zur Natur sowie dem Erlebnis darin. 
Und, solange ich wandere oder Mountainbike fahre, habe ich noch nie ein böses Wort zwischen Wanderern und Bikern gehört. 

Bei der Diskussion sollte man auch nicht die Zahlen außer Acht lassen. MTB-Biken ist im Trend. Und wenn sie an einem schönen Tag durch den Steigerwald fahren oder wandern, werden ihnen auf den Wanderstrecken vielleicht 2 bis 5 Wanderer begegnen, aber im gleichen Zeitraum möglicherweise 10 bis 30 Mountainbiker. Die Nutzung unserer Wanderwege ist nicht mehr bei den traditionellen Wanderern. Heute treffen sie hier Biker, Jogger, Geocacher, Walker und sonstige Naturnutzer. 
Es ist unser Anliegen, dass unsere Mitglieder, gleich ob Wanderer oder Mountainbiker, eine Naturverbundenheit leben und auf unsere Tier- und Pflanzenwelt samt den dazugehörigen Wanderwegen achten und diese auch erhalten. 

Schon bei unseren jüngsten Mountainbikern, unseren Kindern, beginnen die Schulungen und Unterweisungen damit, „Wie verhalte ich mich richtig in der Natur!“ 
Gerne lade ich alle Skeptiker, kritische Zeitgenossen als auch kritische Zeitungsreporter dazu ein, zusammen mit uns eine Mountainbike-Tour zu unternehmen. Lernen sie uns, den Steigerwaldklub kennen und seien sie überrascht, was für eine tolle Truppe das ist. 
Abschließend: Es wird im Wald nicht eng, nur in den Köpfen mancher Zeitgenossen. 


Martin Rügamer 
1.Vorsitzender des Steigerwaldklubs Gerolzhofen

 

Steigerwaldklub Gerolzhofen am 1. Mai auf dem Zabelstein:

Feste gefeiert

"Am 1. Mai vor 29 Jahren war ich zum letzten Mal hier auf dem Zabelstein. Da hab ́ ich was falsch gemacht, nämlich die 29 Jahre ins Land gehen zu lassen." Dies sagte am 1. Mai 2016 beim neunten Bergfest des Steigerwaldklubs Gerolzhofen ein distinguierter älterer Herr, und seine Frau bekräftigte: "Das alles hier ist schon auf eine leichte und angenehme Weise beeindruckend."

Dabei waren die beiden Herrschaften erst im Laufe des Nachmittags auf dem Zabelstein­gipfel angekommen und hatten sich einem bereits erheblich eingeschränkten Angebot an Speisen und Getränken gegenüber gesehen. Anlass zu Kritik leiteten sie daraus aber nicht ab; vielmehr wollte der Senior in Anbetracht seines Rückenleidens unbedingt in Erfahrung bringen, wie er eine Sondergenehmigung erhalten könnte, zukünftig mit dem Auto direkt bis zum obersten Parkplatz zu fahren...

Anfangs waren oben auf dem Zabelstein Biergartentische für rund 280 Besucher aufgestellt. Als dann die Zahl der Neuankömmlinge die der Weggeher immer weiter überstieg, wurde mit Sitzgelegenheiten nachgerüstet. Zwei Stunden lang – etwa zwischen 13.00 Uhr und 15.00 Uhr – wurde auf diese Weise ein Gleichgewicht zwischen kommenden und gehenden Besuchern erreicht. Doch wie viele Besucher insgesamt haben das Bergfest besucht? Es müssen wohl 600 gewesen sein. Eher mehr. Wer weiß es besser?

Was diesen 1. Mai auf dem Zabelstein so besonders machte, lässt sich am ehesten als vierstimmiger Akkord umschreiben: 
  • Schon der einleitende ökumenische Gottesdienst war vom Wetter begünstigt – das dann auch bis zum Ende des Tages frühlingsmild und trocken anhielt.
  • Das kulturelle Angebot konnte sich sehen lassen. Mitglieder der Michelauer Musikkapelle untermalten den ökumenischen Gottesdienst. Die Gerolzhöfer Jagdhornbläser reicherten die Mittags- und Nachmittagszeit mit einem bunten Strauß an Melodien an (so erfreuten sich die Besucher an Jagdsignalen wie "Hirsch tot" und "Sau tot", aber auch am "Hubertusmarsch" und am "Marsch fränkischer Jäger"). Und dann erschien aus heiterem Himmel – soll heißen: von den Organisatoren nicht geplant ein Quartett, bestehend aus Norbert Klug vom Kutscherkeller Wohnau und seinen drei musikalischen Mitstreitern, den "Albertos". Die nutzten das Bergfest als Zwischenstation für ihren Ausflug mit einem Traktorgespann und steigerten die ohnehin gute Stimmung auf dem Zabelstein mit zahlreichen Heimatmelodien.
  • Dass die kulinarische Versorgung von hoher Klasse gewesen sein muss, braucht nicht gemutmaßt zu werden: Allein das hohe Tempo, in dem die gewiss nicht geringen Vorräte dahinschmolzen, zeigt deutlich, wie zufrieden die Besucher mit dem Angebotenen waren.
  • Ach ja – die Besucher: Wäre nur die Hälfte von ihnen gekommen, wäre es noch immer ein gutes und erfolgreiches Bergfest gewesen. Es kamen jedoch so viele, wie niemand hatte vorausahnen können. Überall, wo die Verhältnisse es zuließen, wurden schnell noch zusätzliche Biergartentische und -bänke aufgestellt. Das Wichtigste aber war: zu keinem Zeitpunkt kam Hektik auf, alle waren und blieben heiter und entspannt.

 

Fazit: Alles passte, und also wurde feste gefeiert. Noch Fragen?
 
Jochen Ewe

 


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