Flora & Fauna

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Steigerwald

Geologie und Böden

Geologisch gilt der Steigerwald als Typenlandschaft für die geologische Schicht des Keupers = Trias = Erdmittelalter. Die Region ist namensgebend für die Steigerwald-Formation, ein geologischer Begriff für eine spezielle Gesteinsschicht des Keupers, die in mehreren Bereichen Süddeutschland auftritt. Der Steigerwald findet seine geologische Fortsetzung im Keuperbergland, mit Hassbergen und Frankenhöhe.

Die Böden des Steigerwaldvorlands sind meist schwere, nährstoffreiche Gipskeuperböden. Zum Main nehmen sandig-kiesige, aus quartären Ablagerungen gebildete Böden zu. Teilweise sind auch Böden aus Löss anzutreffen. Die Keuper-Sandsteine und Gipskeuperschichten haben mäßig nährstoffreiche Böden herausgebildet. In kleinräumigem Wechsel finden sich sandige und tonig-mergelige Böden. Nach Osten, zum Regnitztal hin, nehmen magere, sandige Böden zu.

Flora

Der Steigerwald ist ein Naturpark und hat sich zu einem der wertvollsten deutschen Laubwaldgebiete entwickelt. Das belegt die Bewertung des Umweltministeriums, das den Steigerwald unter 24 Laubwaldgebieten in Deutschland auf Platz 5 setzte. Eine angedachte Ausweisung eines Teils des Steigerwalds zu Bayerns dritten Nationalpark wird seit Jahren heftig und kontrovers diskutiert.

Der Steigerwald ist nach dem Spessart das zweitgrößte Laubwaldgebiet Bayerns und besteht zu 70 % aus Buchen.[12] Die Vegetation des Vorlandes ist geprägt durch intensive Landwirtschaft. Am Steigerwaldtrauf sind Obstkulturen und Weinberge charakteristisch (siehe: Weinbau). Die ursprüngliche Vegetation besteht hier überwiegend aus Eichen-Hainbuchenwäldern und an besonders exponierten Stellen vereinzelt aus wärmeliebenden Steppenheidewäldern. Auf den mageren Sandböden der östlichen Steigerwaldabdachung kommen auch lichte Kiefernwälder vor.

Fauna

Tiere wie der Biber, die Wildkatze und der Otter sind hier ebenso heimisch wie der Schwarzkäfer oder viele Waldschmetterlingsarten. In den Naturwaldreservaten und den Trittsteinen des Forstbetriebs Ebrach wurden darüber hinaus 436 verschiedene Pflanzen und Pilzarten entdeckt. Der Steigerwald wird wegen dieser hervorragenden Artenvielfalt als eines der herausragenden Naturgebiete Deutschlands bezeichnet.

Die kleinen Naturwaldreservate mit ihrem hohen Totholzanteil und ihrer natürlichen Dynamik bieten vielen bedrohten Waldtieren eine Heimat. Diese Reservate mit ihrem Mosaik aus Jung und Alt in den verschiedenen Waldgesellschaften bewirken die große Artenvielfalt im Nordsteigerwald.